Wenn Dich ein Pferd tritt 

Der kleine Gott hat seine Pferde ausgespannt 
und sitzt auf honigfarbenen Wolken. 
Die Uhr schlägt in gedämpften Folgen, 
ihr Pendel streift der Finsternisse Rand. 

Die neue Stille ist noch fremd und ungewohnt, 
fast lautlos schlagen fremde Türen. 
Mit meiner linken Hand fang ich den Mond 
und in den Schläfen kann ich spüren, 
wie dumpf und mächtig der Akkord 
des Ozeans, erschüttert meiner Küste Bord. 

Warum, so möchte ich Dich fragen, 
hat mich die Nacht, die uns gehört,
an diesen neuen Horizont getragen 
und tief in mir das Licht zerstört... 

Ein grauer Wolf hat seine Pferde eingespannt, 
durch seine kühle Seele bläst der Wind. 
Er zieht nach Hause, in ein fremdes Land, 
dorthin wo Wölfe fast wie Menschen sind. 

Kein Blick zurück, das bin ich nicht gewohnt; 
ich halte meine Zügel in der Hand. 
Vermissen werde ich vielleicht den Mond, 
doch der ist längst im kalten Eis verbrannt. 

wese