Ein Traum

Du hast mir meine Angst geraubt
und gabst mir Brot statt Steine.
Ich hätte trotzdem nie geglaubt,
dass ich hier um Dich weine.

Als mein Herz schon fast erstickte
und nirgends einen Ausweg fand,
die Uhr des Lebens kaum noch tickte,
da reichtest Du mir Deine Hand.

Dein Blick hat meine Welt erhellt
und heilte Schutt und Scherben.
Du hast mir oft die Sicht verstellt
auf Schuld und auf Verderben.

Wenn bei Nacht die Sonne scheint,
weil Mond und Sterne schlafen;
das Schicksal hat es gut gemeint,
als wir uns damals trafen.

Nun geht auch dieser Weg zu Ende
und unsere Augen werden blind.
Reichen wir uns still die Hände
bis wir ganz am Anfang sind.

wese