Heute und immer
 
 Ich bin wieder da, es ist wie fast immer,
 Spiralen der Sehnsucht durchbohren die Nacht
 und irgendwo leuchtet der tiefschwarze Schimmer
 des zeitlosen Todes, der alles bewacht.
 
 Ich bleibe kurz stehen, Sekunden verrinnen,
 die Klänge des Lebens machen mich taub.
 Wo ist der Anfang, wo soll ich beginnen?
 Ich sehe nur Asche, Steine und Staub.
 
 Ich hole tief Luft, mein Atem wird sauer,
 aus wildfremden Gräbern dringt modriger Schein.
 Weit hinten bricht ein Stein aus der Mauer
 und wandelt das Leben zum nachtkalten Sein.
 
 Ich bleibe jetzt hier, für heute und immer,
 hier habe ich alles, hier bin ich gemeint.
 Und irgendwo leuchtet der tiefschwarze Schimmer
 des ewigen Friedens, der alles vereint.
 
 wese