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Die Kreuzigung

Diese Hinrichtungsform wurde von den Phöniziern, einem syrischen See- und Handelsvolk entwickelt und erlebte um 1000 v. Chr. ihre Blütezeit. Zu Beginn fand der Verurteilte jedoch keineswegs an einem Kreuz, wie es heute verstanden wird den Tod. Stattdessen band man ihn an einen Baum, der bei den Römern auch "arbor infelix" - Unglücksbaum - genannt wurde, und überließ ihn der Macht der Elemente. Demzufolge zog sich das Sterben des Delinquenten meist über Tage hin.

Bald entwickelten sich für die Kreuzigung eigene Richtplätze, die meist auf einem Berg oder Hügel gelegen waren. Auch kam man davon ab, den Verbrecher an einen Baum zu fesseln; stattdessen verwendete man zu deren Hinrichtung nun eigens aufgestellte Pfähle. Auch entstanden noch einige weitere Arten der Kreuzigung, wie Hängen, Annageln, und das besonders quälende Aufhängen mit dem Kopf nach unten. Hierauf konnte jedoch durch das Zahlen eines Geldbetrages - genannt Bakschisch - und dessen Höhe durch die Verwandten Einfluss genommen werden.

In Rom war es zudem Sitte, die Verurteilten vor ihrer Hinrichtung völlig zu entkleiden und zu geißeln, was noch eine zusätzliche Schmähung bedeutete.

In der "Furca" - eigentlich einem landwirtschaftlichen Nutzgerät in Form eines Balkendreiecks, das aber auch bei der Vollstreckung von Todesurteilen Anwendung fand - näherte sich die Hinrichtung der von uns verstandenen Kreuzigung an. Dabei hängte man dem zum Tode Verurteilten - meist waren es Sklaven, die durch Kreuzigen gerichtet wurden - oben genanntes Gerät um den Hals und band dessen Arme an den Schenkeln des Dreiecks fest. In dieser Haltung wurde er schließlich ausgepeitscht und an den Pfahl gehängt. Später ersetzte man die Furca durch einen einfachen Querbalken, der am oberen Ende des Pfahls angebracht wurde, so dass sich eine T- Form ergab. Aber es bestand auch die Möglichkeit, den Querbalken mit einem Strick am Pfahl aufzuhängen, wodurch die heute bekannte Kreuzform entstand, die aber eher selten war.

Dass die Kreuzigung eine reine Männerstrafe war, lässt sich wohl durch deren besondere Grausamkeit erklären. Oft dauerte es Stunden oder gar Tage, bis bei den Hingerichteten der Tod eingetreten war. Gewöhnlich starben sie an Kreislaufkollaps und Herzversagen, doch dem gingen meist noch Qualen wie Durst, Wundbrand und Verkrampfung der Atemmuskulatur voraus.